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Glaskörpertrübungen

Glaskörpertrübungen Floater

Glaskörpertrübungen: Floater oder Mouches Volantes

Die Glaskörpertrübung,  auch, Floater oder „mouches volantes“ (fligende Mücken) genannt, ist eine z.B. im Laufe des Lebens zunehmende Veränderung des Glaskörpers. Der Glaskörper ist eine klare, gelartige Substanz, die das Inneren des Auges zwischen Linse und Netzhaut füllt. Die Lichtstrahlen gelangen durch ihn normalerweise ungehindert zur Netzhaut. Mit zunehmendem Alter  verflüssigen sich jedoch Teile davon, während andere Teile sich verdichten und strangartige Strukturen aufweisen. Dies ist ein natürlicher Alterungsprozess, der etwa bei einem Drittel der Menschen ab dem 65. Lebensjahr  Beschwerden verursacht.  Es können aber auch jüngere Menschen, z.B. Kurzsichtige, davon betroffen sein. Das Erscheine der sogenannten „Floater“ entwickelt sich meist  über mehrere Jahre. Anders ist es bei plötzlichem Auftreten von Glaskörpertrübungen. Diese können auch ein Erstsymptom sein, z.B. beim  Einreißen der Netzhaut, mit und ohne Blutungen in das Augeninnere (Glaskörperraum).

Wie die Sicht bei einer Glaskörpertrübung mit Floatern aussehen kann, zeigt unser Bildbeispiel.

Symptome einer Glaskörpertrübung des Auges

Da der Glaskörper zum größten Teil aus Wasser besteht, schwimmen feste Bestandteile mehr oder weniger locker darin herum. Sie werden vom Patienten als „fliegende Mücken“ (Mouches volantes) wahrgenommen, dunkle Punkte, oder Schlieren. Sie sind in der Regel harmlos und schränken die prozentuale Sehkraft nicht ein. Sie werden hauptsächlich dann wahrgenommen, wenn der Patient auf einen hellen Hintergrund oder ins Licht sieht und treten bei Augen- und Kopfbewegungen oft verstärkt auf. Viele Patienten empfinden sie evtl. als lästig und klagen über eine Verschlechterung der Sehqualität, vor allem, wenn sich solche Floater im Zentrum befinden und beim Lesen im Weg sind bzw. das Licht streut und die Betroffenen geblendet werden.

Ursachen und Risikofaktoren.

Der Glaskörper besteht zu 98% aus Wasser und zu 2% aus Hyaluronsäure. Für die nötige Stabilität sorgt ein Gerüst aus Kollagenfasern. Mit den Jahren schrumpft der Glaskörper langsam und löst sich von der Netzhaut. Die Regelmäßigkeit der Faseranordnung geht verloren, die Kollagenfasern verklumpen und werden als kleine Mücken wahrgenommen. Im Laufe des Lebens lernt fast jeder Mensch dieses Phänomen kennen. Kurzsichtige Menschen bemerken dieses Phänomen schon früher, da die Augäpfel länger sind und sich der Glaskörper dadurch leichter von der Netzhaut ablöst.

Diagnose einer Glaskörpertrübung

Sollten die Phänomene nicht verschwinden, oder das Sehen stark beeinträchtigen, empfiehlt sich der Gang zum Augenarzt. Dieser kann dann mit Hilfe der sogenannten Spaltlampe und einer Lupe sowie einem Ophthalmoskop das Auge betrachten und die einzelnen Schatten beurteilen. Vor der Untersuchung werden die Pupillen durch Augentropfen erweitert. Dies ist völlig schmerzfrei, schränkt aber das Sehvermögen für einige Stunden ein, sodass der Patient bis zum Abklingen der Wirkung kein Auto fahren sollte. Nur selten, wenn durch die Spaltlampenuntersuchung die Glaskörpertrübung, oder deren Ursache, nicht eindeutig abgeklärt werden kann, gibt es noch weitere Möglichkeiten eine Diagnose zu stellen. Dazu gehören Ultraschall, Röntgen, Computertomographie oder Kernspintomographie. Dadurch kann man eventuelle andere Ursachen wie Netzhautablösungen, oder einen Fremdkörper der die Symptome verursacht, erkennen oder ausschließen. Auch Erkrankungen wie z.B. eine Entzündung im Auge, können Glaskörpertrübungen verursachen, die oft auch nach Abklingen einer solchen Entzündung jahrelang im Auge verbleiben.

Stellt der Augenarzt fest, dass es sich lediglich um die harmlosen „Mouches volantes“ (Floater) handelt ist keine Therapie nötig, wenn die begroffene Person sich daran gewöhnt und mittelfristig diese Floater nicht mehr als störend wahrgenommen werden. Sollten diese aber dauerhaft die Lebensqualität des Patienten zu sehr beeinflussen, gibt es die Möglichkeit sie mehr oder weniger umfangreich zu entfernen.

Behandlung von dunklen Punkten beim Sehen

Um die Trübungen dauerhaft zu entfernen, gibt es ein Operationsmethode, die sogenannte Floaterektomie. Dabei wird durch eine Operation unter sterilen Bedingungen der Glaskörper entfernt und das Auge anschließend mit Gas oder Flüssigkeit wieder aufgefüllt und dadurch wieder stabilisiert. Diese Operation kann minimal-invasiv unter alleiniger Betäubung mit Tropfen oder nach Injektion eines Betäubungsmittels neben den Augapfel durchgeführt werden, oder aufwendiger und dann in der Regel unter Voll-Narkose. Entscheidend sind verschiedene Ausgangsparameter, u.a. die Lage der Floater, ihre Dichte, und die Beschaffenheit der Augenwand des Betroffenen (Refraktion, Pigmentierung, Vorschäden). Um das Sicherheitsprofil des Eingriffs zu optimieren können koagulative Maßnahmen mit Laser oder Kälte sinnvoll werden.

Bevor der Patient sich für diesen Eingriff entscheidet, sollte er aber auch die Risiken kennen, unter anderem die Eintrübung seiner Linse (die allerdings durch eine Kunstlinse ersetzt werden kann) oder in einigen Fällen, auch die Entstehung von Netzhautlöchern; prophylaktische oder zeitgleiche Koagulation von vorbestehenden Netzhautschäden sind immer möglich. Andere Therapien, wie z.B. das Zertrümmern dieser Floater mit einem sogenannten Yttrium-Aluminium-Germinum (YAG)-Laser sind umstritten und aus Sicht der Autoren auf Grund unvorhersehbarer und unzureichend steuerbarer Komplikationen nicht zu empfehlen.

Verlauf und Prognose

Da die Beschwerden bei der Glaskörpertrübung sich im Laufe der Zeit meist bessern und die „Mouches volantes“ häufig komplett verschwinden, ist normalerweise keine Behandlung nötig. Nur in etwa 15% der Fälle kann auch beim ersten Auftreten von Symptome ein Netzhautriss vorliegen. Deshalb sollte man beim Auftreten von Lichtblitzen, das Sehen von „Mückenschwärmen“ oder „dichtem Rußregen“ zum Augenarzt gehen.

Vorbeugung einer Glaskörpertrübung

Man kann zwar der Glaskörpertrübung nicht vorbeugen, aber deren Wahrnehmung reduzieren , indem man vermeidet, ohne Sonnenbrille ins helle Licht oder auf helle weiße Wände zu blicken. Auch selbsttönende Gläser können bei Brillenträgern helfen. Bei der Arbeit am Computer kann es hilfreich sein, die Helligkeit des Monitors zu drosseln.

Hinweis und Behandlung einer Glaskörpertrübung in Frankfurt

Die aufgeführten Inhalte zur Glaskörpertrübung im Auge dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen im Zweifel oder dem Beschwerdefall keinesfalls die professionelle Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

Im Augenzentrum Frankfurt ist die Diagnose und Behandlung von Glaskörpertrübungen möglich. Sie finden unsere Augenarztpraxis im Stadtteil Gateway Gardens. Kontaktieren Sie uns gerne.