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Netzhautablösung (Ablatio retinae)

Netzhautablösung Arzt Frankfurt

Netzhautablösung (Ablatio retinae)

Die Netzhaut kleidet den Augapfel innen aus und besteht aus zwei Schichten. Die eine Schicht ist für die Ernährung zuständig und die zweite darüber liegende Schicht enthält die Sehzellen. Zwischen beiden ist ein ganz dünner Spalt, in dem sich Flüssigkeit befindet. Sie wird vom sogenannten Glaskörper, einer durchsichtigen gallertartigen Masse gegen den Augenhintergrund gedrückt und so stabilisiert. Wenn sich die Netzhaut (die Schicht im hinteren Abschnitt des Auges in der sich die Sehzellen befinden) von der darunter liegenden Schicht abhebt, nennt man dies eine Netzhautablösung.

Unser Bild visualisiert wir das Sichtfeld bei einer Netzhautablösung aussehen kann.

Bei einer Netzhautablösung kommt es zu einer mangelnden Versorgung der Netzhaut wodurch die Sehzellen absterben können. Dies kann zu völligem Erblinden der Betroffen führen. Eine Netzhautablösung kommt relativ selten vor und tritt gehäuft bei Menschen ab dem mittleren Lebensalter auf. Sie kann sich aber auch bei jüngeren Menschen (z.B. stark Kurzsichtige) oder als Folge einer Verletzung des Augapfels ablösen. Eine Netzhautablösung ist ein absoluter Notfall und muss sofort behandelt werden.

Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt viele verschiedene Ursache für eine Netzhautablösung. Eine der häufigsten ist ein Riss in der Netzhaut, durch den Flüssigkeit aus dem Augapfel zwischen die beiden Schichten der Netzhaut dringt und sich dabei die obere Schicht mit den Sehzellen von ihrer Unterlage abhebt. Sie wird dann nicht mehr genügend ernährt und die Sehzellen sterben ab. Risse entstehen meist bei einer Veränderung des Glaskörpers, der im Laufe des Alters an Flüssigkeit verliert und dadurch etwas schrumpft. Da der Glaskörper an der Netzhaut anhaftet, kann es durch Zug zu Rissen oder Löchern kommen. Es muss aber nicht unbedingt jeder kleine Riss zu einer Netzhautablösung führen. Ein anderer Grund für einen Riss in der Netzhaut kann ein Schlag auf das Auge sein. Die Netzhaut kann sich auch als Folge von Erkrankungen im Inneren des Auges ablösen, wie z.B. der Diabetischen Retinopathie (bei Diabetikern), bei Gefäßverschlüssen oder nach Operationen, etwa des Grauen Stars. Bei einer bestimmten Augenerkrankung kann sich auch bei Frühgeborenen schon die obere Netzhautschicht ablösen.

Symptome

Zu den Symptomen der Netzhautablösung gehören vor allem das Auftreten von Lichtblitzen, Punkten und Linien oder Nebelschwaden. Andere Patienten sehen einen schwarzen Vorhang oder nehmen störenden Schatten wahr. In dem Gebiet, in dem sich die Netzhaut abgelöst hat, kommt es zum Gesichtsfeldausfall und es kann kein Licht mehr wahrgenommen werden. Tritt eines dieser Symptome auf, sollte der Patient umgehend einen Augenarzt oder die Notfallambulanz einer Augenklinik aufsuchen.

Untersuchung und Diagnose

Der Augenarzt untersucht immer beide Augen, auch wenn die Symptome nur an einem Auge wahrgenommen werden, weil er dabei auch am anderen Auge bereits eine Vorstufe zur Netzhautablösung erkennen kann.
Damit man den hinteren Bereich des Auges, in dem sich die Netzhaut befindet, untersuchen kann, muss zuerst die Pupille mit Augentropfen erweitert werden. Danach erfolgt die Untersuchung mit dem sogenannten Ophthalmoskop, dem Augenspiegel. Mit ihm kann der Augenarzt mithilfe einer Lupe den Augenhintergrund (Netzhaut und Blutgefäße) beleuchten und so Veränderungen erkennen. Bei einer anderen Methode kann durch ein stark vergrößerndes Kontaktglas, das direkt auf das Auge gesetzt wird, die Netzhaut betrachtet werden. Ist bereits eine Veränderung zu erkennen, gibt es die Möglichkeit mit einer speziellen Computertomografie, der OCT, die einzelnen Schichten der Netzhaut genau darzustellen. Wurde eine Netzhautablösung festgestellt, muss die sofortige Behandlung eingeleitet werden , wenn die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens, noch nicht abgelöst ist.

Behandlung

Der einzige Weg die Netzhautablösung zu behandeln ist eine Operation. Die heutzutage übliche Operationsmethode ist die Pars-Plana-Vitrektomie (PPV). Sie wird in der Regel minimalinvasiv durchgeführt. Dabei werden durch kleine Einstiche Instrumente durch die Lederhaut in das Auge eingeführt mit denen unter Beleuchtung im Innerendes Auges schonend operiert werden kann. Durch einen dieser Einstiche fließt eine Lösung, die das Auge während der Operation stabilisiert. Bei der Pars-Plana-Vitrektomie wird zuerst der Glaskörper entfernt, um Zugang zur Netzhaut zu bekommen. Danach entfernt man die Flüssigkeit unter der Netzhaut, damit diese wieder an ihre Unterlage anlegen kann. Das Loch, durch das die Flüssigkeit unter die Netzhaut gelangt ist, die zur Abhebung geführt hat, wir mit Laserpunkten Kälte abgeriegelt. Als Ersatz für den entfernten Glaskörper muss nun das Auge wieder mit einem anderen Material aufgefüllt werden, einerseits zur Stabilisierung, andererseits als Tamponade, um die Netzhaut an ihrer Unterlage zu halten. Je nach Krankheitsbild verwendet man dazu eine dem Augenwasser ähnliche Flüssigkeit, sterile Luft, spezielles Gas oder Öl. Das Gas wird im Laufe der Zeit vom Körper abgebaut und durch Augenwasser ersetzt, während das Öl nach einigen Monaten wieder aus dem Auge entfernt werden muss. Die Pars-Plana-Vitrektomie kann, je nach Fall, sowohl in Vollnarkose als auch in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt in der Regel stationär. Der Patient wird dann auch über spezielle Verhaltensweisen nach der Operation aufgeklärt. Sollte eine andere Methode zu Behandlung einer Netzhautablösung als die PPV infrage kommen, wird der Augenarzt den Patienten darüber aufklären.

Verlauf und Prognose

Sollte eine Netzhautablösung nicht behandelt werden, kann sie auf dem betroffenen Auge, je nach Ausmaß, mehr oder weniger schnell zur Erblindung führen. Der Behandlungserfolg ist umso größer, je schneller die Behandlung durchgeführt wird. Wie stark die Sehbehinderung bei einer Netzhautablösung ist hängt auch davon ab, welches Gebiet der Netzhaut betroffen und wie groß die Ablösung ist. Bereits entstanden Schäden an den Sehzellen können zwar nicht mehr rückgängig gemacht werden, aber durch rechtzeitige Behandlung können Beeinträchtigungen beim Sehen abgemildert werden. Deshalb ist es wichtig, bei auftretenden Symptomen, sofort einen Augenarzt aufzusuchen.

Vorbeugung

Einer Netzhautablösung kann man nicht wirklich vorbeugen, aber durch spezielle Laser- oder Kälteanwendung (Kryokoagulation) kann die Netzhaut bei kleineren Rissen mit der unteren Schicht verbunden werden. Bei diesen Verfahren entstehen Narben am Augenhintergrund, die die Schichten fest fixieren. An den vernarbten Stellen kommt es dabei aber zu einem, wenn auch geringen, Sehverlust. Um größere Schäden an der Netzhaut zu vermeiden, sollten regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt wahrgenommen werden. Dies gilt besonders für stark Kurzsichtige.

Hinweis und Behandlung einer Netzhautablösung in Frankfurt

Die hier veröffentlichten Inhalte zur Netzhautablösung dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen im Zweifel keineswegs die professionelle Beurteilung und Behandlung eines Augenarztes.

Das Augenzentrum Frankfurt diagnostiziert und behandelt Netzhautablösungen im Stadtteil Gateway Gardens von Frankfurt – ganz in der Nähe des Flughafens. Unsere Augenärzte sind für Sie da. Kontaktieren Sie uns gerne.