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Uveitis (Augenentzündung)

Uveitis Augenentzündung Frankfurt

Die Uveitis bzw. Augenentzündung

Die Uveitis ist der Sammelbegriff für Augenentzündungen der mittleren von drei Schichten, die das Auge innen auskleiden, der Gefäßhaut (Uvea). Sie setzt sich aus drei Bereichen zusammen, der Regenbogenhaut (Iris) und dem Ziliarkörper (Corpus ciliare) im vorderen, und der Aderhaut (Choroidea) im hinteren Augenabschnitt, auch der Glaskörper kann beteiligt sein. Von  Entzündungen können, sowohl  in der einzelne Bereiche, als auch alle Abschnitte betroffen sein.  Man unterscheidet zwischen der vorderen, der mittleren und der hinteren Uveitis. Sie kann infektiös und nicht infektiös sein und in ca. 40% der Fälle auch eine Begleiterscheinung  anderer Krankheiten, z.B. Rheuma, auftreten.

Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt Infektionskrankheiten, die mit einer Uveitis einhergehen wie z.B. Masern oder Herpes, bei denen Viren auch im Auge Entzündungen hervorrufen können. Ebenso können Bakterien (Tuberkulose, Borreliose) das Innere des Auges infizieren. Daneben kommen Krankheiten, die das Immunsystem angreifen, wie Morbus Bechterew, chronische Arthritis, Colitis ulcerosa als Ursache in Betracht. Die Uveitis kann natürlich auch unabhängig von anderen Erkrankungen bei einem geschwächten Abwehrsystem auftreten. Immungeschwächte Menschen haben ein höheres Risiko Gefäßerkrankungen, also auch eine Uveitis, zu bekommen.

Symptome von Augenentzündungen

Je nach Verlauf (akut oder chronisch) und Ort unterscheiden sich die Symptome bei einer Uveitis. Die Beschwerden können plötzlich an einem oder an beiden Augen auftreten, sich aber auch oft über einen längeren Zeitraum entwickeln.

Bei der vorderen Uveitis, der Regenbogenhautentzündung, sind es meist plötzlich auftretende, einseitige Schmerzen in Verbindung mit stark gerötetem Auge und Lichtscheu. Einige Patienten sehen Blitze, Flocken oder Schatten vor dem entzündeten Auge. Bei länger anhaltender Entzündung des vorderen Augenabschnitts kann es zu Verklebungen der Pupille kommen, wobei diese sich verzieht und nicht mehr rund erscheint. Wenn auch die Augenlinse betroffen ist, kann diese sich eintrüben, es entsteht ein Grauer Star. Oft ist auch der Augeninnendruck erhöht, was, wenn die Erhöhung länger anhält, zum Grünen Star führen kann.

Entsteht eine Uveitis im mittleren Augenbereich, haben Patienten meist keine Schmerzen. Sie sehen hin und wieder kleine Flöckchen oder Schlieren vor dem betroffenen Auge und klagen über ein Nachlassen der Sehschärfe. Bei längerem Bestehen der Augenentzündung kann sich an der Stelle des Schärfsten Sehens, der Makula, Flüssigkeit sammeln, wodurch die Patienten unscharf und verschwommen sehen. Auch hierbei kann ein Grauer oder Grüner Star, manchmal auch eine Netzhautablösung entstehen.

Befindet sich die Entzündung im hinteren Bereich des Auges ist in der Regel auch der Glaskörper mitbetroffen und die Patienten sehen Gegenstände wie im Nebel. Oft erscheinen auch Punkte, Flecken oder Schatten im Gesichtsfeld. Durch den Entzündungsprozess kann der Glaskörper an der Netzhaut ziehen und diese ablösen. Nicht behandelt besteht die Gefahr zu erblinden. Deshalb ist es in jedem Fall wichtig, beim Auftreten eines dieser Symptome, so schnell wie möglich eine Augenarzt aufzusuchen.

Untersuchung und Diagnose

Da die Augenentzündungen verschiedene Ursachen haben können, wir der Arzt zuerst eine umfangreiche Anamnese erstellen, bei der er den Patienten nach Allgemein- oder Vorerkrankungen fragt. Dies können unter anderem rheumatische Krankheiten oder auch Viruserkrankungen(z.B. Herpes) sein. Nachdem er den vorderen Augenabschnitt mithilfe der Spaltlampe untersucht hat, den dahinter liegenden Teil des Auges. Dabei schaut er durch die Pupille, die zuvor mit Augentropfen erweitert wurde. Für die Untersuchung benutzt der Augenarzt einen Augenspiegel. Dies ist ein keiner Spiegel, der über eine Lichtquelle verfügt und den hinteren Teil des Auges ausleuchtet. Zur Vergrößerung des beleuchteten Ausschnitts verwendet er meist noch eine Lupe, die er vor das Auge des Patienten hält. Ausserdem wird der Augeninnendruck gemessen und ein allgemeiner Sehtest mithilfe einer Lesetafel durchgeführt. Bei einer Darstellung der Blutgesäße im Auge mit einem Kontrastmittel kann man erkennen, ob auch der Bereich der Makula betroffen ist. Bei weiteren Untersuchungen kann festgestellt werden, ob die Uveitis eventuell Begleiterscheinung einer Allgemeinerkrankung ist.

Behandlung von Augenentzündungen

Steht die Diagnose fest, wird die Entzündung in der Regel mit entzündungshemmenden (oft kortisonhaltigen) Augentropfen oder Augensalbe behandelt, denen, wenn die Ursache Bakterien sind, ein Antibiotikum beigemischt ist. Kortisonhaltige Medikamente werden bei Bedarf auch unter örtlicher Betäubung ins Auge gespritzt. Bei einer Entzündung im vorderen Augenabschnitt können pupillenerweiternde Medikamente verhindern, daß es zur Verklebung der Regenbogenhaut mit der Linse kommt. In einigen schweren Fällen, reicht die konservative Behandlung nicht aus, sodass eine Operation nötig wird. Welche der möglichen chirurgischen Eingriffe infrage kommt, entscheidet im Bedarfsfall der Augenarzt zusammen mit dem Patienten.Wenn die Ursache der Uveitis eine Allgemeinerkrankung ist, muss diese gleichzeitig, eventuell in Zusammenarbeit mit einem andern Facharzt, behandelt werden.

Verlauf und Prognose einer Uveitis

Eine Uveitis kann plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Wird sie rechtzeitig erkannt und behandelt, klingt sie in der Regel nach einigen Wochen ab. Wird sie aber chronisch, das heißt, sie dauert länger als 3 Monate, kann es zu Komplikationen kommen wie z.B. dem Grauen oder Grünen Star. Im schlimmsten Fall führt sie unbehandelt zur Erblindung. Ist eine Uveitis im hinteren Augenabschnitt abgeheilt, können Narben zurückbleiben, die das Sehen, je nach Ausprägung und Ort, mehr oder wenige einschränken. Auch nach erfolgreicher Behandlung, kann eine Uveiteis jederzeit wiederkommen, wenn sie im Zusammenhang einer chronischen Erkrankung (z.B. Rheuma) auftritt. Deshalb ist es ganz wichtig, dass Patienten auch nach abgeschlossener Therapie regelmäßig zur augenärztlichen Kontrolle gehen.

Vorbeugung

Mann kann einer Uveitis nicht vorbeugen, aber als Patient, der unter einer Autoimmunerkrankung oder einer anderen chronischen Krankheit leidet, regelmässig zur Untersuchung zum Augenarzt gehen, damit dieser bei Bedarf sofort Therapie einleiten kann, um eine schweren Verlauf zu verhindern.

Hinweis und Behandlung einer Augenentzündung in Frankfurt

Die hier aufgeführten Inhalte dienen nur der Information und nicht der Selbstdiagnose. Im Zweifel oder bei Verdacht auf eine Uveitis sollte unbedingt ein Augenarzt aufgesucht werden.

Das Augenzentrum Frankfurt behandelt Patienten mit einer Augenentzündung in der Praxis in Gateway Gardens nahe dem Flughafen Frankfurt. Unsere Augenärzte sind für Sie da. Kontaktieren Sie uns.